Philosophische GrundlagenEinleitung
Einleitung
Heute eine Philosophie des menschlichen Daseins zu entwerfen, scheint
höchst zweifelhaft. Wer braucht so etwas? So fragen nicht nur
solche Menschen, die mit dem, was sie aus der philosophischen
Öffentlichkeit in jüngeren Zeiten erreicht hat, wenig
anfangen können; so fragen auch wir. Die phi ...
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50 Jahre Frauenwahlrecht in der Schweiz
Die Schweiz war eines der letzten
Länder der Welt, das Frauen erst 1971 demokrati ...
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Ein GedankenexperimentKünstliche Intelligenz, platonistisch gedacht
Die typische Forschungssituation, vor der Künstliche
Intelligenz (KI) und letztlich jede Forschung an Massendaten steht,
ist die Suche nach verborgenen Mustern.
In hinreichend umfangreichen Datenmassen lassen sich praktisch
beliebig viele Muster entdecken. Beides, Muster zu entdecken oder
Muster in Material einzuzeichnen, ist letztlich nichts weiter als ein
ästhetischer Akt. Mit der Entdeckung eines Musters ist also noch
nichts darüber gesagt, ob das Muster irgend einen Si ...
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Erkenntnistheorie und der Antagonismus der ZeitZufall und Notwendigkeit
Das Begriffspaar Zufall und Notwendigkeit markiert ein fundamentales,
erkenntnistheoretisches Dilemma in der Philosophie, angefangen mit
den verschiedenen Lesarten von Platons Timaios und gewiss auch
innerhalb der platonischen Ontologie, so man von solch einer reden
möchte, selbst. Sei’s drum, ob der Timaios der mittleren
oder späten Schaffensphase Platons zugeordnet werden darf, das
Problem war irgendwann unvermeidbar, ist es dem Denken seither doch
im ...
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Europa in der Krise, Alexis tanzt, Leben an den Ufern des Acheron (nicht lektorierter Rohentwurf) Das europäische Modell
Europa ist in
der Krise. So sagt man überall, hört man von allen Seiten.
Deshalb gehört der Absatz über das europäische Modell
auch genau an diese Stelle der Philosophie des menschlichen Daseins.
Die europäische Krise bewegt seit dem Jahr 2010 Millionen von
europäischen Bürgern und eine ungeschätzte Zahl
außerhalb Europas weltweit. Wenn wir den Beginn der Krise ins
Jahr 2010 legen und damit den Ausbruch der griechischen
Staatsschuldenkrise datieren, ist das nicht ganz willk& ...
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Von der Liturgie zum Hip-Hop, Strukturell dominant, Aggressiv – dominant (nicht lektorierter Rohentwurf)Transformationen der Marktwirtschaft
Die Marktwirtschaft wird transformiert. Und mit
dieser Transformation geraten auch die in Deutschland und Europa
anhängigen sozialen Komponenten der Marktwirtschaft unter Druck.
Das reicht sogar ganz tief hinein in unsere verfassten
Daseinsbedingungen, also den Grundrechten, sowie in die politischen
Prozesse, deren demokratische Formen sich zunehmend aushöhlen.
Die wirtschaftlichen Grundlagen der
Marktwirtschaft, die historischen Formen des Priva ...
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In der Falle - Hoch effizient ... keine Wirkung - Pareto-Schwindel - Staat und Wirtschaft (nicht lektorierter Rohentwurf)Aporien des Wettbewerbs
Kausalsätze
haben ihre Tücken, zumal wenn die Eingangsbedingungen nicht klar
sind; was sie in humanen Zusammenhängen meistens nicht sind.
Kausalitäten sind oft flüchtig wie Rehe auf der Lichtung
und wie dieselben auch schwer zu unterscheiden, besonders auf der
Flucht. Und dann gibt es noch Wahrheit bzw. Aussagen, die wahr sind,
aber nicht beweisbar,
was Wissenschaften wie
die Volkswirtschaft, die gerne von beweisbaren, empirische ...
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Schwankender Relativismus, Armutszeichen (nicht lektorierter Rohentwurf)Armut des wissenschaftlichen Reichtums
Tutti fratelli
Brüderlichkeit bildet die moralische
Grundlage der sozialen Marktwirtschaft. Aus ihr wird ein moralisches
Prinzip abgeleitet, das Prinzip der Solidarität, das dann zum
Tragen kommt, wenn eine einzelner Mensch oder Gruppen in materielle
Not geraten, die mit der Wirtschaftsordnung, also mit der
Marktwirtschaft selbst etwas zu tun hat. Etwa im Krankheitsfall oder
durch andere, nicht selbst verschuldete Notfälle wie Armut,
Arbeitslosigkeit in einem eingeschränkten Sinne usw ...
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(wie entsteht Macht?) Ein Urdemokrat vor 1550Von der freiwilligen Knechtschaft des Menschen
Feigheit
»Mehrern Herren untertan sein, dieses find' ich schlimm
gar sehr, Nur ein einziger sei Herrscher, einer König und nicht
mehr«, so sagt Ulysses bei Homer vor versammeltem Volke.
Hätte er nur gesagt: »Mehreren Herren untertan sein,
dieses find' ich schlimm gar sehr«, so wäre das eine
überaus treffliche Rede gewesen; aber anstatt daß er,
wenn er mit Vernunft reden wollte, gesagt hätte, die Herrschaft
von mehreren könnte nichts taugen, weil schon die G ...
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Michael Seibel - schon wieder der clash of civilisation!
Kulturelle Identität 1
Neuerdings fällt wieder vermehrt der Begriff „kulturelle
Identität“. Im Hintergrund stehen als eine Art »drole
de guerre« Konflikte nicht miteinander vereinbarer Kulturen
im Raum. Aber ist Konfliktursache wirklich eine Unvereinbarkeit von
Kulturen? Kulturkontakte waren bislang meist ein Ergebnis von
Expansion und Kolonisation, von Veränderungen in der
Kommunikation und im Verkehr oder
von Armutswanderung, eher Zusammenstöße als Berührungen.
Die Konflikte dabei waren im Kern machtpolitische und wirtschaftliche
und nicht primär kulturelle. Die Bedingungen von Kulturkontakten
waren ungünstig. Kulturkontakte dürften ...
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Philipp Blom - 'Kultur' als fremdenfeindlicher Kampfbegriffautoritärer und liberaler Traum
Charakteristisch für die gegenwärtige Entwicklung sei, so Blom, die Aufspaltung
zwischen nostalgisch-autoritären Träumen und liberalen
Träume. Rechts und links verlieren an Bedeutung. Standards, die
bisher oft von Sozialisten erkämpft wurden, werden heute von
Nationalisten verteidigt.
Menschenrechte
sind ein Traum und ein zentrales Narrativ der Moderne. Ein gerade 300
Jahre alter, schöner Traum, der auch wieder verschw ...
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Henri Berners: Love Missile Golgatha
Die trinitarische Bombe (INRI)
Ein nasskalter Novemberabend, kurz nach
Martin. Gegen acht verließ ich meine Wohnung, war nach wenigen
Schritten vor dem „Kreuzherreneck“, wo Tomy auf mich
wartete. Er hatte mir ein Fax gesendet, „DUS“. Tomy
besuchte stets am Abend das „Kreuzherreneck“, wenn er in
Düsseldorf war. Weil ihn dort niemand kannte, w ...
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