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Aus dem Inhalt:

Hintergrund einer unmöglichen Zuschreibung

Die 'schöne Seele' der Künstlichen Intelligenz.

Iphigenie auf Tauris:

„Denn ach! mich trennt das Meer von den Geliebten,

Und an dem Ufer steh ich lange Tage,

Das Land der Griechen mit der Seele suchend“.

Ist es möglich, dass eine Künstliche Intelligenz eine Seele hat? Es geht mir in Folgendem nicht darum, diese Frage mit ja oder nein zu beantworten, sondern verständlich zu machen, was für eine seltsame aber dabei keineswegs unsinnige Frage das ist. Man kommt auf interessante Perspektiven dabei. Und zwar nicht nur über Maschinen, sondern gerade auch über die Menschen, die sie entwickeln.

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Allmachtsphantasie und Digitalisierung

IT from BIT

Muss nicht am Ende jemand wie wir, der einen unendlichen Datenabdruck hinterlässt, auch unendlich mächtig sein?

Ich möchte Exegese am Text eines interessanten Radio-Essays betreiben, den der Deutschlandfunk im Sommer 2019 erneut augestrahlt hat, den Weyh, wie er mir schreibt, jedoch schon vor vier Jahren verfasst hat.1

Er hat darin versucht, in der rasanten Entwicklung der Digitalisierung der Wirklichkeit eine problematische parallele Entwicklung des Denkens, eine schleichende, aber dennoch grundlegende Veränderung unseres Welt- und Selbstverh&au ...

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Im Auge des Polyphem, die Eifersucht des Polyphem, embedded Risks, Erdrückt von der eigenen Größe (nicht lektorierter Rohentwurf)

Embedded Risks

Wie Polyphem vor der Küste des Ätna liegt die amerikanische Wirtschaft im tiefen Schlaf, berauscht von einem Giftmix aus Dollar und Derivaten Handel. Betrunken wie der kolossale Riese der Antike sieht die amerikanische politische Ökonomie nicht die fatalen Folgen der Globalisierung und damit der Transformation der Marktwirtschaft zu transnationalen Wertschöpfungsclustern. Und wie der Riesen-Insulaner der Antike seine Schafe und Ziegen auf seiner Insel so hütet die US-Politik ihren Doll ...

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Arbeiten für die anderen, Euphorische Rauschzustände, Großer Zapfenstreich für den Euro (nicht lektorierter Rohentwurf)

Europäisches Krisenlatein

Edis, die europäische Einlagensicherung, ist gewissermaßen ein Missbrauchsopfer populistischer Diskurse in Deutschland. Sie hat weder etwas zu tun mit den Bürgern Europas als gute oder schlechte Sparer, was gerne im Vergleich zwischen den Bürgern im Norden und denen im Süden Europas kolportiert wird, noch etwas mit der Verringerung oder gar Vermeidung von Währungskrisen in Europa. Zwischen dem Norden und dem Süden Europas kam es nach der Euro-Einführung zu einer makroökonomischen ...

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Urteile ohne Wert, Immun gegen Empirie       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Ökonomie und Freiheit

Kein Zufall, dass die Frage nach der Freiheit in einem kapitalistischen Wirtschaftssystem sich hier stellt, wo es um die Marktwirtschaft geht. Das hat Milton Friedman, der neben John Maynard Keynes als der einflussreichste Ökonom des zwanzigsten Jahrhunderts angesehen wird, richtig gesehen; die Marktwirtschaft ist mehr als ein Wirtschaftssystem. In ihr bestimmen sich nicht nur Tausch- und Gebrauchswerte und marktgängige Verkehrsformen der Menschen untereinander, sondern auch die Wirtschaftssubjekte selbst und zwar weit über ihre rein materiellen Beziehungen ...

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Technik – normativ? Vom Vorrang der Technischen Entwicklung       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Der Normenstreit

Innerhalb der Wissenschaft der Ökonomie hat Technik bislang einen residualen Status. Sie steht lediglich unter einem Nutzenkalkül, innerhalb einer Zweck-Mittel-Relation als wichtiger, sogar wesentlicher Teil des ökonomischen Denkens, aber eben lediglich als ein Teil. Technik wird daher in der Ökonomik lediglich betrachtet als eine Investition, die sich auszahlt oder nicht. Nicht jeder technischen Neuerung wird sogleich aus dem Grund, dass sie eine Erneuerung darstellt, mit investivem Verhalten begegnet. ...

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Freiheit und Spieltheorie – Das Spiel als ernste Sache

Freiheit als Selbst-Widerspruch des kleinen Gottes Mensch

Wie kann es sein, fragt Augustinus, dass Gott allwissend und zugleich der Mensch frei ist? Er fragt das ziemlich verklausuliert im 5. Buch seiner 22 Bücher über den Gottesstaat. „An voluntatibus hominum aliqu ...

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Demokratische Kontrolle

Deutschlands Form der Demokratie ist nicht die direkte Demokratie, sondern die repräsentative Parteiendemokratie, die erst am Schluss einer langen Evolution steht. Politische Sachentscheidungen, politische Regelungen und Einzelentscheidungen werden – das ist niemandem neu – von gewählten politischen Vertretern und nicht gewählter Exekutive ...

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Lorena Jaume-Palasi, Matthias Spielkamp:
Ethik und algorithmische Prozesse zur Entscheidungsfindung oder -vorbereitung

AlgorithmWatch Arbeitspapier Nr. 4, Berlin 2017

Ethik in der Digitalisierung

Von Algorithmen gesteuerte, automatisierte Entscheidungsprozesse (automated decisionmaking, ADM) nehmen schon heute breiten Raum in unserer Gesellschaft ein. Sie reichen von Fahrerassistenz-Systemen, die Autos bei Gefahr abbremsen, bis hin zu Software, die darüber entscheidet, ob jemandem ein Kredit gewährt wird. Auch staatliches Handeln wird immer öfter von ADM-Systemen unterstützt, sei es in der „vorausschauenden Polizeiarbeit“ (predictive ...

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Eine Lesearbeit, ein Kommentar

Heidegger lesen • Vom Wesen der Wahrheit

Heideggers Vortrag Vom Wesen der Wahrheit von 1930 ist in 9 Teile unterteilt. Ich möchte die Teile der Reihe nach, Seite für Seite durchgehen und kommentierend befragen. Der so entwickelte Wahrheitsbegriff soll danach am Afri Cola Spot von Charles Wilp erprobt werden, der mit eben den Entitäten arbeitet, mit denen Heidegger das Wesen der Wahrheit entwickelt, mit Stimmungen und Verhalten ... mehr


Samuel Beckett: Endspiel

Personen

Nagg

Nell

Hamm

Clov

Innenraum ohne Möbel.

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Philosophische Grundlagen

Was uns bewegt...

Es gibt ein Bild von Klee, das Angelus Novus heißt. Ein Engel ist darauf dargestellt, der aussieht, als wäre er im Begriff, sich von etwas zu entfernen, worauf er starrt. Seine Augen sind aufgerissen, sein Mund steht offen und seine Flügel sind ausgespannt. Der Engel der Geschichte muss so aussehen. Er hat das Antlitz der Vergangenheit zugewendet. Wo eine Kette von Begebenheiten vor uns erscheint, da sieht er eine einzige Katas ...

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Ein paar Mindestanforderungen an einen philosophischen Diskurs über...

Bewusstsein und Materie

Beim letzten Treffen haben wir uns neuerlich über das Verhältnis von Bewusstsein und Materialität Gedanken gemacht. Wir haben uns von Searle an die alte Zweiteilung Descartes von res cogitans (Seele) und res extensa (Leib) erinnern lassen. Bei Descartes ist das in der Tat ein Dualismus. Und Searle beklagt entschieden, dass wir durch Descartes gewohnt sind, das Verhältnis von Leib und Seele, von Materie und Geist von dieser begrifflichen Trennung aus zu denken. Man reißt da etwas auseinander und bekommt dann im Nachgang allein dadurch ein Problem, sich solche Fragen stellen zu müssen wie die nach der Materialität der Seele oder die Frage, ob die Seele oder das Bewusstsein ein der realen Welt, die doch von Naturgesetzen beherrscht wi ...

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