Meinungsfreiheit und Klarnamenspflicht
Die Frage was der Mensch ist, ist eine
sehr alte Frage der Philosophie. Ich frage mich, ob folgendes nicht
eine gute Antwort wäre:
Der Mensch ist
das Wesen, das man nach seinem Namen fragen kann.
In allen mir bekannten Kulturen
erhalten Menschen individuelle Namen. Das heißt nicht, dass
jeder Mensch einen Namen hat, denn der individuelle Namen kann
Menschen von anderen verweigert werden, so wie er den Insassen von
KZs verweigert wurde oder in anderer Form staatenlosen Menschen ohne
Papiere. Es würde dennoch Sinn machen, sie nach ihren Namen zu
fragen, auch wenn ihre Antwort wäre, dass si ...
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teaserzeile (nicht lektorierter Rohentwurf)Geld
Geld arbeitet nicht. Diesen Blödsinn glauben zwar viele, aber es
stimmt nicht; legen Sie mal etwas davon auf den Tisch, warten acht
Stunden und schauen dann mal, was passiert ist. Nichts. Geld kommt
aus dem Nichts, ist eine Schöpfung „ex nihilo“
und wenn nichts damit gemacht wird, bleibt es Nichts im ökonomischen
Sinne. Wir haben Geld hergeleitet aus zwei
Fundamentaleigenschaften des Privatvermögens, seiner
Belastbarkeit, was rechtlich mit der Vermögensverfügung
unterlegt ist und seiner Verpfändbarkeit. Beide, Be ...
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Vom Geld zum Geld, das Geld ist weg (nicht lektorierter Rohentwurf)Vom Geld
Vom
Geld kommt nichts. Dass im Geld, gar im Bargeld eine autonome Kraft,
eine Energie wohne, die in der Lage wäre, Geld zu vermehren,
diese Vorstellung mag zwar erotisch, autoerotisch sein, funktioniert
nur leider am besten in Jugendträumen und Seeräubergeschichten.
Auch die auf einer einsamen Südseeinsel vergrabene Geldkiste ist
zunächst einmal wenig Wert, wenn sie lediglich gefunden und im
Garten hinter’m Haus wieder vergraben oder ins Kopfkissen
eingenäht wurden. Geldhaltung oder Dagobert Duck& ...
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Billionen-Blase (nicht lektorierter Rohentwurf)Toxische Werte
Good times, bad times
Good times, bad times – so singt der
versierte Optimist weiter: You know I had my share.
Ja, solange der Aktienkurs die zyklischen Schwankungen der Konjunktur
bzw. der volkwirtschaftlichen Gesamtsituation – d.i. die Summe
der Wirtschaftleistungen, die sich in den prozentualen Veränderungen
des BIP ausdrücken – wiederspiegelt. Aber dann sprechen
wir nicht von Krisen. Bad times aber können Krisen sein, Phasen,
in denen kaum jemand singen kann: I had my share. Ak ...
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...sondern nur politische MachtIndividuelle Macht gibt es nicht!
Nicht immer macht es Sinn, das Ergebnis eines Gedanken oder die
Antwort auf eine zentrale Frage wie die: Was ist Macht? so sie schon
vorliegt, auch gleich niederzuschreiben. Nicht, wenn die Absicht wie
in diesem Kapitel ist, dass jeder, der es liest und sich wirklich mit
der Frage beschäftigen will, dies auch auf seine Art und Weise
tun kann. Denn bei der Frage um die Macht geht es in unserer Zeit so
sehr auch um die eigenen Überzeugungen, die, wenn sie ...
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in die Philosophiegeschichte zurückGround Zero
Vielleicht erinnern wir uns an dieser Stelle daran, was wir in den
Eingangskapiteln immer wieder und immer wieder neu von verschiedenen
Seiten aus betrachtet haben, nämlich die Erkenntnis, dass nichts
ist, ohne Grund. Dieses principium rationis sufficientis
steht heute stellvertretend als gemeinsamer Oberbegriff, als
gemeinschaftliche Wurzel aller Arten von Relation, wie sie in der
vorgestellten Welt erscheinen. Genauer gesagt, was immer wir
denken und uns vorstellen, wir tun dies immer auch, indem wir
Beziehungen, welcher Art auch immer, erkennen oder meinen ...
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2015 Die Friedenspreisrede von Navid KermaniÜber die Grenzen -
Jacques Mourad und die Liebe in Syrien
An
dem Tag, als mich die Nachricht vom Friedenspreis des Deutschen
Buchhandels erreichte, am selben Tag wurde in Syrien Jacques Mourad
entführt. Zwei bewaffnete Männer traten in das Kloster Mar
Elian am Rande der Kleinstadt Qaryatein und verlangten nach Pater
Jacques. Sie fanden ihn wohl in seinem kargen kleinen Büro, das
zugleich sein Wohnzimmer und sein Schlafzimmer ist, packten ihn und
nahmen ihn mit. Am 21. Mai 2015 wurde Jacques Mourad eine ...
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Heideggers Pointe hyperbolischer RationalitätMehr Professionalität = mehr Begründung?
(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen zur Rede Martin Heideggers, »Der Satz vom Grund«, aus Heidegger,
Gesamtausgabe, Bd.10, S. 171 ff. Frankfurt 1997
(ursprünglich: 1955-1956))
Ist das so? Eine
schwierige Frage.
Die
Vorstellung traf auf heftigen Protest, dass zunehmende
Professionalisierung zugleich mit einem immer engmaschigeren
Begründen einhergeht. Ganz im Gegenteil, wo dauernd nur
begründet wird, läuft nichts. Wechselseitige
Begründungsüberbietung der professionellen Akteure findet
nicht statt. So wurde widersprochen.
Letztens
bin ich über auf ein Zitat des DS-Drogeriemarkt-Gründers
Götz Werner gestoßen, des derzeit vielleicht bekanntesten
Befürworters des bedingungslosen Grundeinkommens, der sinngemäß
sagte:
Wer etwas nicht will findet Gründe, wer ...
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Der romatische Urknall
Das älteste System Programm des deutschen Idealismus
– eine Ethik. Da die ganze Metaphysik künftig in
die Moral fällt – wovon Kant mit seinen beiden
praktischen Postulaten nur ein Beispiel gege ...
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