Erkenntnistheorie und der Antagonismus der ZeitZufall und Notwendigkeit
Das Begriffspaar Zufall und Notwendigkeit markiert ein fundamentales,
erkenntnistheoretisches Dilemma in der Philosophie, angefangen mit
den verschiedenen Lesarten von Platons Timaios und gewiss auch
innerhalb der platonischen Ontologie, so man von solch einer reden
möchte, selbst. Sei’s drum, ob der Timaios der mittleren
oder späten Schaffensphase Platons zugeordnet werden darf, das
Problem war irgendwann unvermeidbar, ist es dem Denken seither doch
im ...
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Allmachtsphantasie und DigitalisierungIT from BIT
Muss nicht am Ende jemand wie wir, der einen
unendlichen Datenabdruck hinterlässt, auch unendlich mächtig
sein?
Ich möchte Exegese am Text eines
interessanten Radio-Essays betreiben, den der Deutschlandfunk im Sommer 2019 erneut augestrahlt hat,
den Weyh, wie er mir schreibt, jedoch schon vor vier Jahren verfasst hat.
Er hat darin versucht, in der rasanten
Entwicklung der Digitalisierung der Wirklichkeit eine problematische
parallele Entwicklung des Denkens, eine schleichende, aber dennoch
grundlegende Veränderung unseres Welt- und Selbstverh&au ...
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Der neue Blick des Staates auf seine BürgerSozialkredit - fernöstlich und doch so nah
China experimentiert gegenwärtig
mit einem Sozialkreditsystem totaler Überwachung, das das
Raster der Gründe, die den Menschen Anlass geben, sich im
System konform zu verhalten, stark verfeinert. Frage ist ...
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das Nichts, das sich nicht sagen läßt - das Böse, Teil 7Entwendete Differenzen
Wie
kommen wir von der Semiotik zurück zur Zeit der Geschichten und
Historien? Der differenzierte Ausdruck des Signifikats, die Lücke,
die stets geschlossen wird, ist nur die eine, mehr oder weniger
geschichtslose Seite der Medaille. Denn wie man weiß sind
bereits einfachste Sachverhalte unausdrückbar, wenn auch aus
einem völlig anderen Grund als dem, dass die Sprache unter zu
viel Differenz kollabierten würde, sondern aufgrund der
Tatsache, dass die Antwort vom Anderen erwartet wird. Wie ...
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Macht politisch
Der Begriff Macht bestimmt sich also allein aus seiner politischen
Gültigkeit. Dies gilt geschichtsunabhängig, ist also für
alle unterschiedlichen politischen Systeme gültig. Wir haben
gesehen, dass politische Systeme sich stark wandeln können, der
Begriff Macht aber unbeschadet dessen seinen Inhalt behalten hat.
Der Inhalt des Begriffs Macht bestimmt sich nicht von der jeweils
bestehenden politischen Ordnung. Er ist jede bestehe ...
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Macht Ein Grenzfall des Bewusstseins
Wir bestimmen Macht als einen Grenzfall des Bewusstseins. Nicht,
dass wir meinen, Macht wäre nicht ubiquitär, im Gegenteil.
Als Vorstellung, wie als reale Macht, ist sie das. Wir müssen
also fragen: woher kommt diese Vorstellung von Macht? Wie kommt es
dazu, dass diese Vorstellung so verankert sein kann in unserem
Bewusstsein, dass sie Handlungen motiviert, die andere Menschen das
Leben kosten können? Und sie eben als diesen Grenzfal ...
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Dialog beim Gastmahl über Eros und das Schöne
Diotima • Sokrates
(...) Und so will ich dich denn jetzo
lassen und eine Rede über den Eros welche ich einst von einer
Mantineerin Namens Diotima gehört
habe, welche hierin und auch sonst sehr weise war, auch den Athenern
einst bei einem Opfer vor der Pest zehnjährigen Aufschub der
Krankheit bewirkte, welche auch mich in Liebessachen unterrichtet
hat, die Rede also welche diese gesprochen hat will ich versuchen
euch zu wiederholen, von dem ausgehend worüber ich mit Agathon
übereingekommen bin, sonst aber ganz für mich al ...
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