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Aus dem Inhalt:

Empirie und Induktionsproblem, Henne oder Ei? Hinterm Horizont der Miniaturisierung

Keine Erkenntnis ohne Ähnlichkeit

Man weiß es nicht, aber man vermutet es stark: Für menschliches Denken, das zu Entscheidungen welcher Art auch immer kommen will, ist das Erkennen von Ähnlichkeiten der elementarste erste Schritt, mit dem alles anfängt. Wenn Menschen offensichtlich im Laufe der Evolutionsgeschichte für etwas großes Talent entwickelt haben, dann für die Entdeckung von Ähnlichkeiten. Auch Metaphern, entlang deren ganz generell Denken und Sprechen fortschreiten, gründen nicht zufällig in Bewegun ...

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Soviel Filmgeschicht muss sein...

Luis Buñuel: Ein andalusischer Hund

Ein andalusischer Hund - Un chien andalou - Un perro andaluz, so der spanischer Titel Auf dieses Meisterwerk des surrealistischen Films von Luis Buñuel und Salvador Dalí noch einmal hinzuweisen, vielleicht zum hunderttausendsten Mal, konnte ich mir einfach nicht verkneifen. Soviel Filmgeschicht muss einf ...

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Die Welt als ein Verkäufermarkt, Arbeitsproduktivität - des Teufels Küche, Never Ending Story (nicht lektorierter Rohentwurf)

Eine Geschichte der Krisen

Gott hat die Kohle erschaffen, damit wir sie verwenden.

Kentucky war einst Boom Land. Hier im Harlan County, im Dorf Lynch, im gesamten Osten Kentuckys fuhren die Bergleute in die Stollen und holten die Kohle, viel Kohle, die hier in Massen lagerte für das energiehungrige Amerika ans Tageslicht. In einer Gegend, in der 80 Prozent der Einwohner weiße Evangelikale1 ...

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Privateigentum vs. Willkür, eingeschränkt handlungsfähig, aus der Bank in die Maschinenhalle       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Neue Quellen der Staatsausgaben

Dort, wo mit einmal eine Geldwirtschaft blüht, sind die Egoismen der Macht nicht weit. England war im 17. Jhd. eine rasant aufstrebende Kolonialmacht und nur zu gerne bereit, das Erbe der Fugger und der Bankiers der ersten Stunden fortzuführen. Als oberster Repräsentant des Staates England war König Karl (Charles) I. genau so glaubwürdig in Sachen Geld wie die früheren Bankiers, so meinten seine vermögenden Untertanen; aber da hatten sich die wirtschaftlich erfolgreichen Bürger und H ...

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Das Leben und seine ständigen Überforderungen

Alltägliche Überforderungen
Das Sisyphos-Christus-EGO

Tragikomik Fragen, die man falsch gestellt, Schafft man nicht mehr aus der Welt; Man verbringt dann seine Tage Grübelnd über solcher Frage, Und man kanns noch Gnade nennen, Stirbt man ohne zu erk ...

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Ästhetik: Unbestechlicher Blickkontakt - Urteil des Paris

Warum gerade diese?

Die Spannweite des mit dem Wort „Ästhetik“ gemeinten ist mehr als weit. Womit also beginnen? Mit dem Anfang. Mit einem ersten Blick. Der freundliche Blickkontakt einer Mutter mit ihrem Baby. Wer Kinder hat, weiß, wie sehr in solchen frühen Kontaktsituationen der Gesichtsausdruck der Mutter den Säugling bewegt. Und im Gegenzug zeigt das Kind der Mutter, was es fühlt. In westlichen Kulturen etwa ab dem 2te ...

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Anläßlich der Lektüre Nietzsches

Nietzsche gegen Marx

(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen vor dem Hintergrund einer neuerlichen Lektüre von Nietzsches »zur Genealogie der Moral«)

Ein anderes verfehlt Nietzsche meiner Meinung nach allerdings völlig. Was hält die Märkte in Gang? Marx hatte dafür eine klare Antwort: Reproduktion des Lebens bedarf der Produktionsmittel. Diese sind jedoch Eigentum weniger. Die meisten Menschen bringen nur ihre mehr oder weniger gut ausgebildete Arbeitskraft in den Produktions­prozess ein. Der Markt, auf dem Menschen ohne Reserven auf Menschen mit Reserven treffen, relativ Ohnmächtige auf relativ mächtige, ist die gegenwärtig einzige gesellschaftliche Struktur, die die Koppelung von Arbeitskraft und Produktionsmitteln erlaubt. Märkte werden durch die ständige Notwendigkeit dieser Kopplung in Gang gehalten. Zumindest so lange, wie Gesellschaften keine anderen Strukturen, keine anderen Kopplungs­wege für die Verbindung von Arbeitskraft und Produktions­mitteln erfinden. Die Marxsche Antwort ist ziemlich plausibel. Vergleichen wir damit Nietzsches Antwort. Nietzsche schaut sich das Verhältnis von Glä ...

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Das richtige Leben im falschen?

Judith Butlers
Adornopreis-Rede

Judith Buttler

Nachdem wir uns über Emmanuel Lévinas Aussage aus 'Totalität und Unendlichkeit': »Das wahre Leben ist abwesend.« unterhalten haben, haben wir uns auf die Rede von Judith Butler anlässlich der Verleihung des Adorno Preises hinweisen lassen, in dem sie auch auf die einschlägige Behauptung Adornos eingeht „Es gibt kein richtiges Leben im falsch ...

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Thomas Bernhards sarkastische Polemik gegen Heidegger

Nieder mit diesem schrecklichen Heidegger!



(Der im Text zitierte Reger ist eine Kunstfigur in einer Kommödie von Thomas Bernhard)

"Tatsächlich erinnert mich Stifter immer wieder an Heidegger, an diesen lächerlichen nationalsozialistischen Pumphosenspießer. Hat Stifter die hohe Literatur auf die unverschämteste Weise total verkitscht, so hat Heidegger, der Schwarzwaldphilosoph Heidegger, die Philosophie verkitscht, Heidegger und Stifter haben jeder für sich, auf seine Weise, die Philosophie und die Literatur heillos verkitscht. Heidegger, dem die Kriegs- und Nachkriegsgenerationen nachgelaufen sind und den sie mit widerwärtigen und stupiden Doktorarbeiten überhäuft haben schon zu Lebzeiten, sehe ich immer auf seiner Schwarzwaldhausbank sitzen neben seiner Frau, die ihm in ihrem perversen Strickenthusiasmus ununterbrochen Winterstrümpfe strickt mit der von ihr selbst von den eigenen Heideggerschafen heruntergeschorenen Wolle. Heidegger kann ich nicht anders sehen, als auf der Hausbank seines Schwarzwaldhauses, neben sich seine Frau, die ihn zeitlebens total beherrscht und die ihm alle Strümpfe gestrickt und alle Hauben gehäkelt hat und die ihm das Brot gebacken und das Bettzeug gewebt und die ihm selbst sei ...

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